Tierische Abenteuer

Dieses Thema im Forum 'Speakers Corner' wurde von Wolfslady1234 gestartet, 4 Oktober 2021.

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  1. Wolfslady1234

    Wolfslady1234 Kommandant des Forums

    An diesem Tag muss ich immer an meine bereits verstorbenen Tiere denken, vorallem an meine erste Katze.
    Ich hatte mir immer schon eine Katze gewünscht, aber meine Eltern waren dagegen, weil ich in dem Nachbarshund einen Spielkamerad hatte. Dann wurde er krank und musste eingeschläfert werden.
    Meine Eltern beschlossen mir zum Geburtstag eine Katze zu schenken. Ich sollte mir selbst eine aussuchen.
    Eine Woche vor meinem Geburtstag, Mama holte mich von der Schule ab, als wir heimkamen hörte ich einen lauten verzweifelten Schrei. Eine Katze? Ich rannte in die Garage und die Stiege rauf in den Abstellraum, Mama kam hinterher. Wir schoben einige Schachteln beiseite und erblickten eine schwarz-weiße Katze die ängstlich fauchte. Während ich oben blieb und mit der Katze sprach ging Mama runter und kam dann mit einer Schüssel Rindfleisch rauf. Wir stellten es hin und gingen dann ins Haus Mittagessen. Nachher wollte ich nach ihr sehen, aber Mama sagte, ich solle erst die Hausaufgaben machen, außerdem sei die Katze jetzt sicher wieder heimgelaufen.
    Am nächsten Tag um 6 Uhr morgens, ich war grad im Bad klopfte es an die Tür. ´Wer kommt denn so früh` wunderte ich mich.
    Als ich öffnete, kam die Katze rein und grüßte freundlich "Murau".
    Nachdem ich mich von der Überraschung erholt hatte, wünschte ich ihr auch "Guten Morgen".
    Dann gingen Schnurrli und ich in die Küche frühstücken.
    Von da an begleitete sie mich jeden Morgen zur Schule, holte mich mittags wieder ab, half mir bei den Hausaufgaben. Danach spielten wir im Garten.
    Wir hatten 18 herrliche Jahre.
     
  2. felixbärchen

    felixbärchen Laufenlerner

    Der Kater, der vom Himmel fiel

    Es war einmal – nö, so fangen Märchen an.
    Es begab sich an Fronleichnam des Jahres 2008, dass sich vier Freundinnen auf dem Streunerhof trafen. Das Streunerhoftreffen bei Eva hat seit einigen Jahren Tradition. Einige der Mädels kommen von weit her, und so dauert das Treffen von Donnerstag bis Sonntag.
    An diesem Donnerstag waren sie eben zu viert. Und weil man nach einer langen Fahrt ein bisserl Ausgleich braucht, gingen sie spazieren. Unser Dorf ist nicht wirklich groß, man ist in einer Viertelstunde ganz drum herum gegangen. Also beschlossen die vier, dass sie noch ein bisserl durch Feld und Wald marschieren.
    Ich hörte sie schon von Weitem. Ihr Gekichere klang sehr symphatisch. Ich hoffte, dass sie in den Feldweg in meiner Nähe einbiegen würden. Draussen auf der Straße fuhren Autos und da war auch ein Hund, der Katzen nicht leiden konnte.
    Ja, die Stimmen kamen näher. Ich konnte die Frauen schon sehen und ein leichter Duft von anderen Katzen war wahrnehmbar. Juhu, das sind die richtigen!
    Ich begleitete sie eine Weile parallel in einem Feld. Plötzlich blieben sie stehen, um etwas am Wegesrand zu begutachten. Meine Chance! Ich schlich mich ein paar Meter weiter und stellte mich gut sichtbar an den Rand des Feldweges.
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    „Huch, wo kommt denn der her?“ „Sag mal, ist uns Felix gefolgt?“ hörte ich eine Stimme fragen. Felix? Sehe ich aus wie ein Felix? „Nö, Felix ist das nicht, schau doch, der hat seine Kronjuwelen noch“. Kronjuwelen? Keine Ahnung was sie meinte. „Der muß vom Himmel gefallen sein, gerade war er noch nicht da!“ Hallo Menschen, ich bin ein Kater und kann nicht fliegen.
    Na Mädels, wird’s bald was? Kommt doch her zu mir. Ich erzähle euch auch gerne was von mir.

    Die Frauen standen wie angewurzelt, das darf doch wohl nicht wahr sein!
    Na, dann eben Trick 17. Armes, halbtotes Katertier.

    Es dauerte und dauerte, bis sie sich bewegen wollten.
    Mensch, schaut doch, ich bin so lieb.

    Na endlich kamen sie näher. Und ich, ich blieb an meinem Platz und wartete auf sie. Endlich knuddelte mich die erste.

    „Und nun?“ „Was machen wir jetzt?“ „Der ist ja voller Ungeziefer, und das am Lätzchen und am Schnäuzchen sieht aus wie ein Pilz“. „Total dürre ist der arme Kerl auch, der hat sicher Würmer“. Was die Mädels nicht alles wussten. He Mädels, nehmt mich mit!
    „Wir können ihn so nicht mitnehmen. Hochnehmen, wer weiß, wie er reagiert und dann der Pilz, ist ja so ansteckend für die anderen Katzen“. „Also gut“, das war Eva, „ich laufe heim und hole eine Transportbox.“ He, nicht weglaufen, will mit. Aber die verbliebenen drei ließen mich nicht mitlaufen.
    Es dauerte, bis Eva mit Auto und Transportbox auftauchte, waren es gut drei Kilometer, die sie laufen musste. Und mit dem Laufen hat es Eva eh nicht so, weil sie Arthrose im Fuß hat.
    Nach einer Weile, die den drei anderen wie eine Ewigkeit vorkam, brummte ein Auto den Feldweg entlang. Ne ne, Autos mag ich aber nicht so gerne. Aber bevor ich reagieren konnte, war ich schon auf dem Arm. Eva war auch ganz vorsichtig mit dem Auto in den Feldweg reingefahren und weit entfernt von uns stehen geblieben. Und ehe ich mich versah, sass ich in einer Transportbox. Na Leute, das hat mir mal überhaupt nicht gefallen! Ich habe rumgearbeitet, gerüttelt, gegraben, aber es gab kein Entkommen!
    Also ergab ich mich in mein Schicksal, weil die Frauen auch so lieb auf mich einredeten.
    Eine kurze Autofahrt musste ich auch hinter mich bringen. Dann wurde ich aus der Box entlassen und befand mich in einem gefliesten Raum. Es roch nach Katzen! Also nicht gefährlich. Und ich bekam auch gleich lecker Fressen. Frisches Wasser stand auch bereit.
    Ein kleiner Kratzbaum, diverses Spielzeug und eine schöne kuschelige Schlafecke hatte ich auch schon. Und zwei so komische Kästen, da war was drin, das roch nach Holz und anderen Katzen, standen auch dort. Ich wusste nicht, was das sein soll, aber meine Geschäfte konnte ich dort drin gut erledigen.
    Ein Fenster mit Ausblick auf den Nachbarhof hatte ich auch. Und weil das Wetter schön war, wurde es sogar geöffnet. Weil frische Luft nie schadet.

    Am nächsten Tag stand mir aber noch was bevor. Wenn ich das geahnt hätte! Packte mich die Eva nicht am Morgen wieder in die Box! Was habe ich wieder rumgearbeitet. Eine der anderen Menschinnen ist mit ins Auto gestiegen und hat die Box auf ihrem Schoß gehabt. Sie hat versucht, mich zu beruhigen, was ihr aber nicht wirklich gelang. Ich habe mich so reingesteigert, dass ich sogar anfing zu hecheln. Die arme Zweibeinerin, die zitterte mehr als ich. Eva sagte: „ach, da habe ich schon schlimmere erlebt.“ Und das war es. Sie hat sich offensichtlich keine Sorgen wegen meinem Verhalten gemacht.
    Beim Weißkittel war ich dann ganz lieb. Habe mich untersuchen lassen und die Spritzen ohne Mucks hingenommen. Der Doc hat außer Ohrmilben noch eine schwere Ohrentzündung festgestellt. Und hat mir die Ohrlis erst einmal ordentlich geputzt. Und den Pilz fand er auch nicht lustig. Ohweh, ohweh, die nächsten Wochen sollte ich nun allein in Quarantäne verbringen. Ich wusste noch nicht, ob ich das gut finden sollte. Jedenfalls habe ich mich auf dem Rückweg wieder ganz fürchterlich aufgeregt. In vier Wochen sollte ich noch einmal zu dem Weißkittel.
    Tja, was soll ich sagen. Jetzt hatte ich eine lange einsame Zeit vor mir. Wochen, in denen ich nur Kontakt zu Eva und ganz selten zu ihrem Mann hatte. Eva kam täglich einige Male zu mir herein. Jedesmal hatte sie so ein knisterndes Ding an (Anmerkung: ein Papieranzug wegen des Pilzes). Sie machte mir die Ohren sauber und tropfte Medizin rein. Sie war ganz begeistert von mir, weil ich ihr die Ohren selber hinhielt, wenn sie sagt: „komm Öhrli böhrt“. Aber es tat mir doch so gut.

    Achja, ich habe auch einen Namen. Weil es ja vier Menschinnen waren, die mich gefunden haben, habe ich vier Namen. Ich heiße Sir Harvey Einstein Fliegenpilz – später kam noch Pumuckl dazu, aber das erzähle ich euch noch. Da der Name so lang ist, sagte Eva Shef (gesprochen Schef) zu mir. Das Sir weil ich halt was Besonderes bin. Harvey weil ich so lange in Quarantäne musste und für alle anderen unsichtbar war. Einstein weil ich so klug war, mir diese vier auszusuchen und Fliegenpilz weil ich rot-weiß bin und einen Pilz hatte.

    Und weil die Eva eine sehr gewissenhafte Katzenfrau ist, hat sie versucht, meine Besitzer zu finden. Im Internet, mit Aushängen und dann hatte sie noch eine ganz tolle Idee. Hier auf dem Land gibt es ein Gemeindeblatt. Das wirft immer ein Zweibeiner in den Briefkasten. Eva hat also eine Mail an den Bürgermeister unserer Gemeinde geschickt. Sie hat mich beschrieben, den Ort, wo ich die vier Mädels getroffen habe und den Tag. Das Telefon im Haus klingelte oft und Menschen erzählten von ihrem verschwundenen rot-weißen Kater. Aber leider war nie ich der gesuchte.
    Als ich schon fast 3 Wochen alleine in dem Raum, den die Menschen Bad nennen, wohnte, kam ein älteres Ehepaar bei Eva vorbei. Und ja, sie kannten mich wirklich. Sie erzählten Eva meine Geschichte.
    Ich kam von einem Nachbardorf. Dort wohnte ich bei einer Familie, die mich nicht kastrieren ließ. Also ging ich auf Strunz.
    Ich verschwand dort im März 2007 und tauchte Weihnachten 2007 in dem Dorf, wo Eva wohnt, auf. Das Ehepaar und deren Nachbarn fütterten und versorgten mich. Fanden auch heraus, wo ich herkomme. Mein Name war übrigens Pumuckl. Das konnte aber Eva nicht wissen und bei ihr habe ich auch nie darauf reagiert.
    Jedenfalls wurde ich von dem älteren Paar zweimal zu meinen ursprünglichen Besitzern zurückgebracht und jedes Mal verschwand ich wieder in Richtung der Menschen, die sich um mich gekümmert hatten. Als sie mich noch einmal zurückbringen wollten, wurde ihnen gesagt, dass sie mich behalten können, weil die Leute eine andere Katze haben. Das hat mich tief getroffen. Und das Paar war sehr oft unterwegs. Bei den Nachbarn hatte ich einige Male im Haus markiert und auch keine Chance mehr.
    Also führte ich mein Zigeunerleben weiter. Ich wusste ja, wo ich, wenn ich argen Hunger hatte, hingehen konnte. Aber es trieb mich weit umher. Bestimmt gibt es aus dieser Zeit viele entzückende rot-weiße Kitten. Leider merkte keiner, dass es mir eigentlich nicht so gut ging. Meine Pfötchen taten weh, sie waren richtig abgelaufen. Und die Ohrentzündung setzte mir auch ordentlich zu.

    Nach 4 Wochen Dauerbehandlung und Quarantäne hatte ich einen Termin beim Tierarzt. Allerdings wusste ich nicht, was da auf mich zukommen sollte. Stellt euch mal vor, meine Kronjuwelen wurden mir geraubt. Und die Ohrlis waren grün. Und ich fühlte mich total schlecht. Als ich einigermaßen fit war, stellte ich fest, dass ich meinen Raum auch noch teilen musste. Aber das folgt in einer anderen Geschichte.

    Shef verließ uns am 31.03.2018
     
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  3. Wolfslady1234

    Wolfslady1234 Kommandant des Forums

    Tolle Geschichte. Wenn ihr wollt erzähle ich euch auch von meinen anderen Tieren.
     
  4. felixbärchen

    felixbärchen Laufenlerner

    Von mir gibt es nur Katzengeschichten, meist mit Tierschutzhintergrund.

    AUGEN blicke

    Der erste Augenkontakt und es war um mich geschehen. Ein Stich, und ich vergaß dich nicht mehr. Ich wußte, unsere Wege würden sich kreuzen, aber so schnell wir zusammenkommen würden, so schnell würden wir uns auch wieder trennen.
    Du warst sehr klein, sehr ängstlich und sahst krank aus. Aber deine Augen versanken in meine. Sie schauten so traurig und ich hatte keine Ruhe mehr. Gleich darauf warst du verschwunden, ich konnte dich nirgends finden. Im hohen Gras hattest du alle Versteckmöglichkeiten.
    Wenige Tage später sahen wir uns wieder. Du wurdest mit vier anderen eingefangen und zu mir gebracht. Angst war in deinen Augen, aber auch Erkennen –Liebe und Vertrauen.
    Einige Wochen verbrachten wir gemeinsam. Wir hatten unsere Rituale und du blühtest auf. Noch mehr als du hing deine Schwester an mir. Sie lernte ich erst kennen, als ihr zu mir kamt. Auch ihre Augen sprachen Bände. Sie erholte sich gut von den Strapazen, war sehr aufgeschlossen und hat dich bemuttert.
    Ihr beide seid ein tolles Paar.
    Dann kam der Abschied. Ihr wusstet nicht, wie euch geschah. Und wieder waren es eure Augen. Diesmal verständnislos und unendlich traurig.
    Ihr Süßen, ihr habt jetzt eine tolle Zukunft. Eine Zukunft, die ich allen Kätzchen wünsche und von Herzen gönne.
    Liebe heißt, auch verzichten können. Der Trennungsschmerz vergeht, wenn ich höre, dass ihr euch immer besser einlebt.
    Ein Stück meines Herzens gehört jeder von euch. Liebe ist unsterblich!
     
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  5. Wolfslady1234

    Wolfslady1234 Kommandant des Forums

    Meine Katze Schnurrli hat ein Jahr später einen Sohn bekommen, ebenfalls schwarz-weiß Murrli. Leider wurde er im Alter von 2 Jahren überfahren. Einige Tage lang meinte ich noch seine Stimme zu hören und zu spüren wie er um meine Beine streicht. Heute weiß ich, dass ich mir das nicht eingebildet habe. Mehr dazu am 30. und 31. Oktober.

    Ich wollte früher Tierpflegerin werden und habe deshalb einige Wochen in einem Tierheim gearbeitet.
    Käfige ausmisten usw. Im Hasenzimmer fiel mir ein schwarzer Zwerghase mit einer weißen Pfote auf. Er war lebhafter als die anderen. Sobald ich seinen Käfig öffnete, sprang er raus. Wenn ich ihn nach einigen Minuten wieder einfangen musste, tat er mir sehr leid. Wie es weiterging könnt ihr euch sicher denken. Eine Woche später nahm ich Blacky mit nach Hause.
    Blacky hat 3 Katzen überlebt, Schnurrli, Beauty und Kathi. Er und Kathi waren ein Liebespaar, ihren Tod hat er nicht verkraftet. Ein halbes Jahr später ist er ihr gefolgt.
    Bei jeder Katze die zu mir kam fragte ich mich; Wer hat wen ausgesucht und gehört sie mir oder ich ihr.:D

    Beauty war ein schwarzer Kater mit weißem Fleck am Hals. Er wurde leider nur 7 Monate alt. Bekommen hab ich ihn von einer Kusine. Als ich hinkam sagte sie: "Der Kater ist oben, schau mal wie er auf dich reagiert". Ich ging raus, hatte noch den Türgriff in der Hand, da kam er schon laut schreiend auf mich zu. "Mi, Mi, Mi" Hatte er auf mich gewartet, woher wusste er dass er heute abgeholt wird??? Wir gingen wieder in die Stube und er zielstrebig auf den Transportkäfig zu und rein. Meine Kusine jammerte: "Wieso hat er es so eilig"
    Daheim angekommen stürzt er sich gleich auf Blacky. Die Beiden tollten durch den Garten, rollten als große schwarze Kugel an mir vorbei. Einmal lief Blacky zum Nachbarn rüber, ich sagte zum Spaß zu Beauty der hinter mir stand:"Hilfst du mir ihn heimzuholen?" Kaum hatte ich das gesagt sauste Beauty an mir vorbei in den Nachbargarten und trieb Blacky wieder zu uns. Ich stand mit offenem Mund da. Hatte er mich verstanden???
     
    Zuletzt bearbeitet: 24 Oktober 2021
  6. *Tabaluga*

    *Tabaluga* S-Moderator Team Farmerama DE

    Na dann lass ich mal nen Zwischenpost hier;)
     
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  7. Wolfslady1234

    Wolfslady1234 Kommandant des Forums

    Danke Tabaluga
    Ich hoffe dir gefallen meine Geschichten.
    Dann schreib ich gleich weiter.
    Beauty hatte eine Vorliebe für Hasenfutter, einmal erwischte ich ihn kopfüber im Haferkübel. Er war auch zu Streichen aufgelegt. Meine Mutter hatte eine Torte gebacken und stellte sie zum Abkühlen auf den Tisch, dann ging sie kurz raus. Als sie zurückkam saß der Kater auf der Torte. Ein anderes mal schnappte er sich eine Bierflasche. Wir konnten ihn grade noch daran hindern zu trinken.
    Lesen durfte ich in seiner Gegenwart nicht, er sprang ständig aufs Buch. Ich hatte Angst dass er das Buch zerreißt.
    Sein Lieblingsschlafplatz war mein Hals, einmal legte er sich so hin dass er unter mir lag und ich seinen Kopf als Polster benutzen konnte.
    Das war am 4. Oktober. Vielleicht wollte er sich auf diese Weise bei mir bedanken.
    In den nächsten Tagen erzähle ich von Kathi und dann kommt Halloween mäßiges.:eek::)
     
  8. Breckie

    Breckie Lebende Forenlegende

    Hallo Wolfslady
    Danke für diese schöne Geschichte, Beauty war wirklich etwas ganz Besonderes :).
    Ich freue mich schon auf weitere Geschichten.
     
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  9. Wolfslady1234

    Wolfslady1234 Kommandant des Forums

    Morgen gehts weiter.
    Wenn es klappt stelle ich auch Fotos rein.
     
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  10. *Tabaluga*

    *Tabaluga* S-Moderator Team Farmerama DE

    Na dann liefere ich wieder nen Zwischenpost, damit ich weiter lesen kann.;)
     
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  11. Wolfslady1234

    Wolfslady1234 Kommandant des Forums

    Jetzt wird´s magisch.
    Mama und ich lasen in der Zeitung eine Anzeige von einem Tierschutzhaus wo Katzen angeboten wurden. Wir konnten uns nicht einigen wie wir die Katze nennen sollten. Ich wollte sie Kathi nennen, keine Ahnung warum. Mama war für Minki. Wir fuhren hin und die Tierheimleiterin sagte: "Die Katze heißt Kathi". Sie hat sie in meinen Arm gelegt und Kathi begann laut zu schnurren. Sie war sehr scheu und ließ sich anfangs nur von mir anfassen, später auch von meinen Eltern. Von anderen nicht, eine Bekannte wollte sie mal nehmen doch sie machte einen Salto über meine Schulter und sauste weg. Ich merkte bald dass sie sich anders bewegte als andere Katzen, dachte mir aber nichts dabei, bis ich mit einer Freundin in ein Museum ging und dort eine ausgestopfte Wildkatze sah. Die Ähnlichkeit mit Kathi war unglaublich. Daheim begann ich zu recherchieren, sämtliche Merkmale einer Wildkatze, Fellfarbe, Ohren, Krallen, war Kathi eine Wildkatze zumindest eine halbe? So wie Beauty lag sie gern auf meinem Hals. Sie hatte eine eigenartige für mich sehr schmerzhafte Art mich morgens zu begrüßen. Kathi schnappte mit den Vorderpfoten meine Hand, hielt sie fest und biss zu. Ich:"Auuu" Einmal kam sie rein ohne mich so zu begrüßen, lief die Stiege rauf ich rief ihr nach:"Willst du mich nicht begrüßen?" Sie kam zurück, schnappte meine Hand und .... "Auuu". Blacky und sie verliebten sich ineinander, fraßen Kopf an Kopf aus einer Schüssel, putzten sich gegenseitig und... Ich bedauerte sehr dass ich Kathi kastrieren ließ. Es wäre sicher interessanter Nachwuchs geworden.

    Ich habe in den letzten Jahren gemerkt dass Tiere uns sehr gut verstehen und sich danach verhalten. Mit meiner jetzigen Katze unterhalte ich mich sogar durch Gedankenübertragung.

    Geistererscheinungen

    Schnurrli kam eine Woche vor meinem 9. Geburtstag zu mir und starb 3 Wochen nach meinem 27. Geburtstag. Am Abend vorher kam sie zu mir ins Zimmer, legte ihre Vorderpfoten um meinen Hals und ihren Kopf in meine Hand. In meinem Kopf hörte ich folgende Worte: `Danke für alles, ich hab dich lieb` Am nächsten Tag ist sie eingeschlafen. Ich habe lange um sie getrauert, zu lange ihrer Meinung nach.
    Drei Monate später, ich habe damals in einer Gärtnerei gearbeitet und mich in der Mittagspause auf eine Couch gelegt, plötzlich hatte ich das Gefühl beobachtet zu werden. Ich drehte mich um. Auf der Lehne saß Schnurrli umgeben von strahlendem Licht, schaute mich an und in meinem Kopf hörte ich folgende Worte: `Sei nicht mehr traurig, es geht mir gut. Ich warte auf dich`.

    Beauty wurde im Alter von 7 Monaten überfahren. Ich hatte mir Sorgen gemacht weil er den ganzen Tag nicht heimgekommen war. In der Nacht lag ich lange wach und fragte: "Beauty, wo bist du?" Plötzlich sprang er über mein Bett, schaute mich an und war verschwunden. Am nächsten Tag haben wir erfahren was passiert ist. Dann hörte ich ihn noch mal rufen: Mi, Mi, Mi.

    Kathi wurde vergiftet. Wir begruben sie am Abend. Ich konnte lange nicht einschlafen, wünschte mir sie auch noch mal sehen zu können. Plötzlich wurde es sehr warm unter der Decke. Ich dachte mir nichts dabei, es war Sommer. Irgendwann schlief ich ein.
    Am nächsten Tag, Mama machte einen Mittagsschlaf nachher sagte sie zu mir: "Ich habe von Kathi geträumt, sie saß neben dir"
    Ich antwortete: "Bist du sicher, dass du das geträumt hast?" Dann fiel mir die vergangene Nacht ein, die Wärme die ich gespürt hatte. Lag die Katze bei mir im Bett.

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    Edit*Tabaluga*: Doppelpost zusammengeführt
     
    Zuletzt bearbeitet von Moderator: 31 Oktober 2021
  12. Breckie

    Breckie Lebende Forenlegende

    Ach, Wolfslady, was für traurige aber auch magische Momente du mit deinen Katzen erlebt hast ... danke, dass du diese mit uns teilst :).
     
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  13. Wolfslady1234

    Wolfslady1234 Kommandant des Forums

    In den nächsten Tagen geht´s mit Minki weiter.
    [​IMG]
     
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  14. Breckie

    Breckie Lebende Forenlegende

    Ich freue mich schon darauf [​IMG].

    Leider habe ich die letzten 3 Tage nicht daran gedacht, einen Zwischenpost dazulassen, obwohl ich mitgelesen habe. Jetzt hast du einen Doppelpost, Wolfslady.
    Sorry *Tabaluga*, jetzt wirst du dich wohl drum kümmern müssen :oops:.
     
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  15. *Tabaluga*

    *Tabaluga* S-Moderator Team Farmerama DE

    Schon passiert;)
     
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  16. Wolfslady1234

    Wolfslady1234 Kommandant des Forums

    Ein halbes Jahr nach Kathis Tod wollte ich wieder eine Katze. Im Tierschutzhaus hatten sie einen Kater, aber der sah Kathi sehr ähnlich und ich wollte keine Katze die ich ständig mit ihr vergleiche. So wie bei Kathi hab ich den Hl. Franziskus um Hilfe gebeten, dann hatte ich eine Vision. Anders kann ich das nicht beschreiben. Mir fiel meine Kindheit ein, die Ferien bei den Großeltern, sie hatten eine weiße Katze.
    Einige Tage später rief meine Schwester an:" Hol deine Katze ab" Ich:"?????" Ihre jüngste Tochter hatte ihrer Freundin erzählt dass ihre Tante eine Katze haben will. Die Katze von deren Oma hatte Junge bekommen und eines davon brachte sie zu meiner Schwester. Für die Tante.[​IMG]
    Bei meiner Schwester angekommen, stand ich sprachlos da und starrte auf mein schneeweißes Katzenbaby.
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    Ich habe Minki als Baby mal zum Spaß auf meine Schulter gesetzt. Das hat ihr so gut gefallen, dass sie heute nach bald 12 Jahren immer noch auf meine Schulter klettert. Nachbarn bezeichnen mich schon als Hexe. Sie möchte nie allein essen. Immer muss einer von uns bei ihr stehen, sie streicheln und mit ihr reden. Nur dann frisst sie. Sie weiß immer wie es mir geht und hat mir schon zweimal einen Arztbesuch erspart. Einmal hatte ich schon morgens Halsschmerzen, tagsüber wurde es schlimmer mittags in der Küche brachte ich keinen Bissen runter. Als ich heimkam legte ich mich auf die Couch, gleich lag Minki auf meinem Bauch sie streckte ihre Pfoten aus, legte sie auf meinen Hals. Nach einer Dreiviertelstunde stand sie auf und legte sich wieder in ihr eigenes Bett. Dann bemerkte ich dass die Halsschmerzen weg waren. Ich schaute Minki an, sie schaute zurück. Ein paar Tage später traf ich eine Nachbarin, die mir erzählte dass sie Halsschmerzen und Schluckbeschwerden hatte und der Arzt eine Kehlkopfentzündung diagnostizierte. Sie machte große Augen als ich erzählte was meine Katze getan hatte.
    Abends schreibe ich weiter.
     
  17. pflaumenmousse

    pflaumenmousse Lebende Forenlegende

    Ich freue mich schon drauf. :D
     
  18. Wolfslady1234

    Wolfslady1234 Kommandant des Forums

    Ein anderes mal muss ich mir irgendwas verrenkt haben. Schulter und Oberarm waren völlig steif, die kleinste Bewegung tat weh.
    Als ich heimkam, dachte ich daran zum Arzt zu gehen.
    Minki maunzte: "Leg dich hin" Ich tat es ganz langsam und vorsichtig. Minki sprang zu mir, legte sich zurecht, ihre Pfoten auf meinen schmerzenden Arm. Ich spürte wie der Schmerz durch den Knochen an die Oberfläche wanderte und verschwand, lag still da und fragte mich; Was macht dieses herrliche Katzentier?. Nach einer Viertelstunde war ich schmerzfrei, Minki sprang auf und legte sich wieder in ihr eigenes Bett. Ich stand davor und betrachtete das schlafende Wundertier.
     
  19. Breckie

    Breckie Lebende Forenlegende

    Wieder eine wunderbare Geschichte, liebe Wolfslady
    Tiere können manchmal die beste Medizin sein :).
     
  20. Wolfslady1234

    Wolfslady1234 Kommandant des Forums

    Wenn ich mehr Zeit hab stelle ich Fotos rein.
     
    mone-vogt, pflaumenmousse und Breckie gefällt dies.